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Angkor Wat – ein vergessenes Weltwunder

Angkor Wat – ein vergessenes Weltwunder

Das 8. Weltwunder in Siem Reap

Die TOP Sehenswürdigkeiten in Siem Reap sind natürlich die Tempelanlagen von Angkor. Wählt man den Wasserweg über den Tonle Sap, bekommt man unterwegs auch die schwimmenden Dörfer zu sehen und kann sich eine weitere Fahrt auf dem See sparen. Von zahlreichen Traverlern wurde berichtet, dass die Fahrt mit dem Schiff von Phnom Penh Richtung Siem Reap recht unspektakulär und sich dadurch der Zeitaufwand nicht rechnen soll. Deswegen finde ich die Überfahrt von Battambang nach Siem Reap bzw. dem Angkor Wat Weltwunder eine vernünftige Alternative. Dazu sollte man jedoch viel Wasser einpacken und eine gute Sonnencreme in seine Reiseapotheke haben.

Wem das alles zu lange dauert kann natürlich noch mit den Bussen oder Taxis nach Siem Reap reisen. Am schnellsten geht es natürlich per Flieger. Angkor Air, Air Asia und Konsorten fliegen von vielen großen Städten zum Siem Reap Airport. Allerdings kein günstiger Spaß.

Alles dreht sich um Angkor Wat

Die größte Tempelanlage der Welt

Angkor Wat selber ist sehr lohnenswert, allerdings ist man nie alleine hier. Ständig ist man von Sonnenhüten umzingelt, hört das klicken von Kameras oder Reiseführer die Besuchergruppen in verschiedenen Sprachen beschallen. Zwischendrin stolpern ferngesteuerte Besucher, meist asiatischer Herkunft, mit iPads filmend oder fotografierend durchs Bild.

Für Fotografen und Fotobegeisterte ein Eldorado (Stativ nicht vergessen). Die großen Tempel wie Bayon und Angkor Thom sowie Angkor Wat gelten als Weltwunder und haben eine gewaltige Ausstrahlung. Man sucht sich am besten ein Fleckchen an dem man sich niederlassen kann um die ganze Kulisse auf sich wirken zu lassen. Das ganze hat schon großes Suchtpotenzial, ich versuche seitdem immer wieder mal hier vorbei zu schauen.

Interessant fand ich auch, dass sich das Auswärtige Amt hier bei der Restaurierung sehr engagiert. Man hatte uns erklärt das wohl davor Inder mit der Restaurierung und Instandsetzung beauftragt waren und diese mehr zerstört hatten als eben restauriert.

Das Meisterstück der Khmer-Architektur

Die „Stadt der Tempel“ wurde zwischen 1113 und 1150 vom Khmer-König Suryavarman II errichtet und gilt als das Meisterstück der Khmer-Architektur. Der gesamte Angkor Wat Tempel verschlang angeblich mehr Baumaterial als für die ägyptische Cheops-Pyramide.

Die größte Tempelanlage der Welt verkörperte für die Khmer den Hindu Kosmos. Der umlaufende Wasserkanal stand für den Ozean und die fünf Türme symbolisierten den Berg Meru als Zentrum des Universums.

Die vielen Wasserkanäle und Becken hatten aber auch noch einen anderen Zweck. Die großen Wassermengen ermöglichten den Khmer bis zu drei Reisernten im Jahr, Wohlstand und Reichtum waren die Folge.

Eine religiöse Revolution war wohl laut Wikipedia der Grund, dass ab dem späten 13. Jahrhundert die Kultstätte an Bedeutung verlor. Die Tempelanlage wurde dann im 15/16. Jahrhundert dem Urwald überlassen, die umlaufenden Wasserkanäle schützten das Angkor Wat Weltwunder jedoch wie eine Barriere vor schlimmeren. Über 300 Jahre dauerte es dann noch, bis das Angkor Wat Weltwunder vom französischen Forscher Henri Mouhot im Jahr 1860 entdeckt wurde.

Immer was los in der größten Tempelanlagen der Welt

Gute Unterkunft

Untergebracht waren wir im Bayon Garden Guesthouse geführt von Tanja und Frank. Vielleicht nicht das günstigste aber trotzdem jeden Dollar Wert. Die zwei hatten und haben jede Menge Tipps auf Lager und auch vertrauenswürdige Fahrer für die Touren. Das Guesthouse ist nicht weit vom Zentrum entfernt, aber dennoch sehr ruhig (wenn da nicht der Hahn gewesen wäre, der dürfte aber auch schon Geschichte sein).

Ein guter Tipp von Tanja und Frank war die Tempeltour entgegengesetzt der typischen Angkor Wat Tour zu machen. Das ersparte uns die großen Karawanen der Chinesen und Japaner die sonst mit ihren iPads eifrig am Fotografieren und ständig im Weg herumstehen würden.

Wie viele Tage für Angkor Wat?

Wir hatten vier Tage eingeplant, heute kann ich sagen dass drei Tage völlig ausreichend sind. Wir waren nach drei Tagen tempelresistent und nutzten den vierten Tag zur Erholung im Pool. Da passt dann das 3-Tagesticket für 40 Dollar ganz gut dazu. Die Eintrittspreise für Angkor Wat dürften sich aber mittlerweile geändert haben.

Wir hatten sogar so viel Zeit, dass wir mit unserem Fahrer einen Ausflug in sein Dorf machen konnten. Dort lernten wir seine Familie kennen und noch viele nette Nachbarn. Wir wurden auch gleich herzlich empfangen und von einer Gruppe junger Männer auf ein paar Stamperl Reisschnaps eingeladen. Zum Glück retteten wir uns noch geschickt aus der Situation bevor es zum Verlust der Muttersprache geführt hätte. Lustige Menschen…

Sonnenaufgang über Angkor Wat in Siem Reap

Ein Muss ist der Sonnenaufgang am Angkor Wat Weltwunder

Das Highlight und UNESCO Weltkulturerbe Angkor Wat sollte unbedingt mal zum Sonnenaufgang besucht werden. Zwar ist man dort nicht alleine, es gibt aber dennoch genug Platz für alle. Wer mit dem Ballon vor Angkor Wat aufsteigen will um zu fotografieren muss das unbedingt früh machen solange die Luft noch klar ist. Ab Mittag wird es ziemlich diesig was auf den Bildern nicht sehr schön aussieht.

Nach vier sehr schönen und interessanten Tagen in Siem Reap sind wir mit dem Schnellbus wieder nach Phnom Penh gefahren um dann weiter nach Vietnam zu reisen.

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