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Phnom Penh – Hauptstadt und Mahnmal

Phnom Penh – Hauptstadt und Mahnmal

Die Hauptstadt ist der ideale Einstieg in Kambodschas Geschichte, die einen auf der kompletten Reise durch das Königreich immer wieder begleiten wird. Es gibt aber auch genug andere Sehenswürdigkeiten in der Stadt und im Umland die weniger traurig sind.

In Kambodscha sieht man heute noch die Folgen von 30 Jahren Bürgerkrieg und Pol Pots Terrorregime zwischen 1975 und 1979. Allein in den vier Jahren wurden durch die Roten Khmer an die drei Millionen Kambodschaner brutal ermordet. Die Elite des Landes wurde so gut wie ausgelöscht, um ein Volk aus Reisbauern zu schaffen. Folglich trieb man damals alle Menschen aus Phnom Penh aufs Land, die Stadt gleichte einer Geisterstadt.

Straßen in Kambodscha

Kambodscha macht aber auch große Fortschritte. Phnom Penh arbeitet intensiv daran eine internationale Metropole zu werden. Dennoch kommt man sich hier noch so vor wie im Thailand vor 15-20 Jahren. Den Touristen und Backpackern gefällt das.

Für Kambodscha-Neulinge empfiehlt sich als Erstes in die Geschichte des Landes einzutauchen. Dazu eignet sich die Hauptstadt Phnom Penh mit dem Tuol Sleng Genocide Museum und den Killing Fields am besten. Nicht selten kommt man als Traveler mit Einheimischen in Kontakt, die selber zu den Opfern zählen oder solche in der Familie zu beklagen haben. Da ist es schon, meiner Meinung nach, Pflicht über die Geschichte des Landes informiert zu sein.

Killing Fields – nicht für schwache Nerven geeignet 

Allein bei den Killing Fields in Choeung Ek, in der Nähe von Phnom Penh, wurden bis zu 17.000 Menschen auf grausame Art umgebracht. Besucher werden hier durch 20 Stationen gelotst und bekommen die jeweiligen Informationen in der benötigten Sprache über Kopfhörer. Da stockte uns regelrecht der Atem bei den Eindrücken und den Geschichten die sich dort zwischen 1975 und 1979 abspielten.

Im Anschluss fuhren wir zum Tuol Sleng Genocide Museum, eher bekannt als S-21. Vor dem Terrorregime war das Tuol Sleng ein Gymnasium, ein Ort an dem Wissen und Können vermittelt wurde. Nach der Umwandlung durch die Roten Khmer diente das S-21 als Folter- und Verhörzentrum des Pol Pot Regimes. An die 20.000 Menschen wurden in der Zeit des Regimes hier auf unmenschliche Art verhört und gefoltert, im Anschluss zu den Killing Fields von Phnom Penh verbracht. Was dort folgte dürfte bekannt sein.

Phnom Penh Killing Fields

Die Umgebung von Phnom Penh kann sich auch sehen lassen

Den zweiten Tag in Phnom Penh hatten wir ein gutes Kontrastprogramm nach den schockierenden Eindrücken von den Killing Fields und dem S-21. Unser Tuk Tuk-Fahrer bot uns am Vortrag eine interessante Sightseeing-Tour ins Umland an. Das ganze mit seinem Privatwagen und zu einem fairen Preis.

Der Kerl stand am nächsten Tag wirklich vor unserem Hotel. Also fuhren wir zum Phnom Tamao Wildlife Rescue Centre, ca. 40 km außerhalb von Phnom Penh. Eine Mischung aus Zoo und Auffangstation Zoo in dem die Tiere gehalten, gezüchtet und teilweise wieder ausgewildert werden. Betrieben wird das ganze von der kambodschanischen Forstbehörde und der Organisation „Wildlife Alliance“.

In der Nähe gibt es auch noch Tempelanlagen auf einem Hügel zu besichtigen. Neben der wunderschönen Aussicht hatten wir dort auch die Gelegenheit, uns mit ein paar Mönchen zu unterhalten. Natürlich war das nur durch unseren Fahrer möglich der als Dolmetscher fungierte. Die Mönche waren sehr interessiert an uns, schließlich kommen Ausländer dort dann doch nicht so oft vorbei.

Augen auf beim Geldwechsel

Auf der Heimfahrt besuchten wir noch einen weiteren Tempel, irgendwo im Outback von Phnom Penh. Wie fast überall, wurden wir dort auch gleich von dutzenden Kinder empfangen und alle wollten uns was verkaufen, natürlich für „One Dollar“.

Unser Bernd hatte das Bedürfnis den armen Kindern etwas zu schenken. Also kam er auf die glorreiche Idee einen 20 Dollar-Schein in kleinere Scheine wechseln zu lassen. Der örtliche Geldwechsler hatte das allerdings anders verstanden und wechselte die 20 Dollar in geschätzte 27 Milliarden Riel. Bernd kam kurze Zeit später mit einem Schubkarren Geld wieder zurück und hatte schlagartig ganz viele Freunde unter den kambodschanischen Aborigines.

Hotelempfehlung für die Hauptstadt

Das Hotel in Phnom Penh buchten wir schon in Deutschland. Somit hatten wir bei der Ankunft eine feste Anlaufstation und mussten nach 22 Stunden Anreise keine Zeit mehr mit der Hotelsuche verschwenden. In Dubai verloren wir zwei Stunden wegen technischen Problemen an unserem A380, folglich verpassten wir unseren Anschlussflug nach Kambodscha. Da empfanden wir den Abholservice des Phnom Penh Golden Gate Hotel als große Erleichterung. Der Fahrer des Hotels stand auch pünktlich bei der Ankunft am Phnom Penh Airport um uns in Empfang zu nehmen.

Ich erwähne das Hotel noch mal extra, wir fühlten uns dort wirklich sehr und der Service war dazu noch sehr gut. Die Jungs organisierten uns Tickets nach Battambang und für die spätere weiterreise nach Vietnam die notwendigen Visas. Dazu hatten wir unsere Reisepässe im Hotel gelassen, um sie nach unserer Rundreise durch das Königreich, wieder mit eingetragenen Visas für Vietnam in Empfang zu nehmen. Anfangs waren unsere Bedenken deswegen recht groß. Jeder von uns hatte sicher aber entsprechend abgesichert um sich im Notfall legitimieren zu können. Überall würde ich das wohl nicht so machen aber in dem Hotel hatte ich am ersten Tag schon irgendwie ein großes Vertrauen.

Das Hotel selber liegt unweit des Independence Monument, sprich dem Unabhängigkeitsdenkmal. Alle größeren Sehenswürdigkeiten vom Phnom Penh wie Royal Palace, Central Market oder Russian Market waren schnell mit Taxis oder Tuk Tuk´s erreichbar.

Bei der Buchung beachten! 

Bei einer Buchung im Phnom Penh Golden Gate Hotel sollte man nur aufpassen, dass man ins neue Hotel kommt, das Alte liegt schräg gegenüber und ist auch wirklich alt!

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