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Abenteuerliche Anreise zum Angkor Wat Tempel

Abenteuerliche Anreise zum Angkor Wat Tempel

Viele Wege führen nach Angkor

Mitte Dezember ging es für uns weiter nach Siem Reap. Beim letzten Trip reisten wir ja aus Phnom Penh an. Diesmal kamen wir aber aus Thailand und wählten die Anreise nach Angkor Wat über den Landweg. Mit der Fähre gelangten wir ans Festland und mit dem Minibus zur Grenze in Poipet.

Häufig liest man, dass der Grenzübergang recht chaotisch sein soll. So war es natürlich auch bei uns, allerdings konnten wir trotzdem recht zügig nach Kambodscha einreisen. Hier sollte man echt aufpassen was einem so angeboten wird. Häufig ist man von unzähligen Marketingexperten umzingelt die ihren Visaservice anbieten. Wenn der Preis stimmt, spricht auch nichts dagegen eines der Angebote anzunehmen. So kann man sich den Hürdenlauf auch sparen. Wobei es kein großer Aufwand ist, sich sein Visum selbst zu besorgen. Häufig sind die angebotenen Preise jedoch überteuert. Klar – jeder hier will auch was dazu verdienen. Welcome in Cambodia…

Trotz der reichlichen Action am Grenzübergang finde ich die Anreise nach Angkor Wat auf dem Landweg nicht schlechter oder schwieriger. Mit dem Flieger reist man natürlich bequemer und schneller, allerdings auch teurer. Wer sich für den Landweg entscheidet, sollte sich jedoch im Vorfeld im Web und in einem Kambodscha Reiseführer darauf vorbereiten.

Nach dem Grenzübergang ging die Reise mit dem Taxi weiter nach Siem Reap. Das Hotel hatten wir vorher über Agoda gebucht. Es lohnt sich immer mal einen Blick auf die Angebote zu werfen, häufig sind sehr preiswerte Schnäppchen zu bekommen die man dann auch sehr kurzfristig buchen kann. So passiert es auch schon mal, dass wir vor der Hoteltür buchten und auch vor der Buchungsmail am Empfang standen. Grundsätzlich sollte es kein Problem sein in Siem Reap Hotels zu bekommen die auch bezahlbar sind.

Jedenfalls hatten wir uns dort das Mekong Angkor Palace mit Pool ausgesucht. Das Hotel ist echt zu empfehlen, für kambodschanische Verhältnisse sehr sauber und das Personal sehr freundlich und hilfsbereit.

Alternative Anreise nach Angkor Wat

Eine Alternative Anreise wäre noch über den Luftweg zum Siem Reap Airport, nach dem wir uns allerdings die Preise von Angkor AirAir Asia und Konsorten angesehen hatten, verwarfen wir die Idee recht schnell wieder. Die speziellen Erlebnisse und Eindrücke gewinnt man eben nur, wenn man über Land unterwegs ist und so war es auch.

Alles dreht sich um Angkor Wat

Süchtig nach dem Angkor Wat Tempel!

Am nächsten Tag gingen wir dann auch gleich auf Tour, der TukTuk-Fahrer wollte anfänglich 25 Dollar. Nach kurzer Diskussion hatte er aber verstanden, dass wir beim nächsten Fahrer das ganze auch für 15 Dollar bekommen würden.

Ich kannte die Angkor Wat Tempel ja bereits von 2011, begeistert bin ich aber trotzdem jedes Mal aufs Neue. Wir einigten uns auf die kleine Angkor Wat Tour, 2011 hatten wir in drei anstrengenden Tagen so ziemlich jeden Tempel hier in Angkor besucht. Keine leichte Unternehmung bei den Temperaturen hier. Leider lässt sich der Tag dadurch nicht komplett nutzen, aber wenn man recht früh startet, bekommt man schon einiges zu sehen und kann sich dann am Nachmittag im Pool erholen. Reichlich Wasser und eine gute Sonnencreme sollte nicht fehlen!

Wie viel Tage man für die Angkor Wat Tempel einplanen soll, hängt davon ab, wie tief man in die Geschichte dieses Weltwunders eintauchen will. Am einfachsten ist es natürlich mit einem Reiseführer der einem alles ausführlich zu den Tempeln erklärt. Wir entschieden uns aber für einen Reiseführer aus Papier, glücklicherweise wusste unser Fahrer aber sehr viel von den Tempeln in Angkor und erzählte uns viel aus der Geschichte.

Auf unserem Zettel standen diesmal nur die Highlights von Angkor, der Bayon Temple, Angkor Thom und natürlich das Oberhighlight, der Angkor Wat Tempel in dem wir die meiste Zeit verbrachten. Somit konnte unser Fahrer uns recht intensiv über die Ruinen aufklären.

Interessant fand ich auch, dass sich das Auswärtige Amt hier bei der Restaurierung sehr engagiert. Man hatte uns erklärt das wohl davor Inder mit der Restaurierung und Instandsetzung beauftragt waren und diese mehr zerstört hatten als eben restauriert.

Das Meisterstück der Khmer-Architektur

Die „Stadt der Tempel“ wurde zwischen 1113 und 1150 vom Khmer-König Suryavarman II errichtet und gilt als das Meisterstück der Khmer-Architektur. Der gesamte Angkor Wat Tempel verschlang angeblich mehr Baumaterial als für die ägyptische Cheops-Pyramide.

Die größte Tempelanlage der Welt verkörperte für die Khmer den Hindu Kosmos. Der umlaufende Wasserkanal stand für den Ozean und die fünf Türme symbolisierten den Berg Meru als Zentrum des Universums.

Die vielen Wasserkanäle und Becken hatten aber auch noch einen anderen Zweck. Die großen Wassermengen ermöglichten den Khmer bis zu drei Reisernten im Jahr, Wohlstand und Reichtum waren die Folge.

Eine religiöse Revolution war wohl laut Wikipedia der Grund, dass ab dem späten 13. Jahrhundert die Kultstätte an Bedeutung verlor. Die Tempelanlage wurde dann im 15/16. Jahrhundert dem Urwald überlassen, die umlaufenden Wasserkanäle schützten das Angkor Wat Weltwunder jedoch wie eine Barriere vor schlimmeren. Über 300 Jahre dauerte es dann noch, bis das Angkor Wat Weltwunder vom französischen Forscher Henri Mouhot im Jahr 1860 entdeckt wurde.

Immer was los in der größten Tempelanlagen der Welt

Khao San Road in Siem Reap

Der interessanteste Teil von Siem Reap und Zentrum des Nachtlebens liegt im Umkreis der Pub Street nahe des Alten Marktes. Die Pub Street ist so etwas wie die kambodschanische Variante der Khao San Road in Bangkok, nur ist die Pub Street deutlich kleiner. Allerdings gibt es hier auch alles was das Herz begehrt. Im Markt kann sich jeder mit Sachen eindecken, die man eigentlich gar nicht braucht. In den unzähligen Pubs lässt sich gut Party machen und den Hunger bekommt man auch in den zahlreichen Restaurants gestillt.

Eintrittspreise für die Angkor Wat Tempel

Nach Siem Reap kommt man aber nicht wegen der Pub-Street, schließlich gibt es hier ganz andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Das Highlight ist hier natürlich das achte Weltwunder und UNESCO Weltkulturerbe Angkor Wat. Um die Tempelanlagen besichtigen zu können muss man vorher einen Eintrittspass kaufen. Hier hat man die Wahl zwischen einer Tageskarte, einem drei oder sieben Tages-Pass. Der 3-Tagespass kostete 2012 genau 40 Dollar. Möglich das die Eintrittspreise mittlerweile höher sind.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der 3-Tagespass ausreichend sein sollte. Nach drei anstrengenden Tagen neigt der eine oder andere meist dazu, tempelresistent zu werden.

Angkor Wat ist die größte Tempelanlage der Welt, dementsprechend muss man sich auf längere Fußmärsche einstellen, was bei den hohen Temperaturen auf Dauer sehr anstrengend werden kann. Spätestens hier fängt man an TukTuk´s zu lieben. Schließlich erzeugen sie mit dem Fahrtwind so ziemlich die einzige Erfrischung die bei einer Tempeltour zu finden ist. Wer nicht so auf rasante TukTuk´s steht, leiht sich am besten ein Fahrrad um auf Tour zu gehen. Viele Guesthäuser und Hotels vermitteln auch TukTuk-Fahrer die einem die Angkor Wat Tempel ausführlich erklären.

Sonnenaufgang über Angkor Wat in Siem Reap

Zusammengefasst:

Mit Siem Reap hatte ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Die Anreise nach Angkor Wat über den Land- oder Luftweg lohnt sich immer. Gerade für Fotografen wie mich gibt es immer neue Möglichkeiten hier auf Bildersuche zu gehen. Die Tempel haben eine magische Anziehungskraft.

Will man sich alle Angkor Wat Tempel anschauen, sollte man sich schon 3 Tage einplanen. Bedenken muss man aber auf jeden Fall die Temperaturen, die einen oft einen Strich durch die Rechnung machen. Wenn man bereits Wiederholungstäter ist, kann man sich auf die größten Tempel wie Angkor Wat, Angkor Thom oder eben Bayon konzentrieren. Es warten aber auch noch zahlreiche Mini-Tempel, die versteckt im Wald und nicht so überlaufen sind, auf die Besucher.

Das nächste Mal werde ich wohl wieder über Phnom Penh einreisen und per Bus nach Siem Reap fahren. In der Hauptstadt kann man sich immer wieder mit der Geschichte des Landes beschäftigen und bequem in alle Richtungen ziehen.

Unsere Reise ging weiter nach Laos. Leider schafften wir es nicht mehr rechtzeitig zur Grenze und mussten in Stung Treng einen Stopp einlegen.

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